Radioausstellung 2006

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Zu den Bildern der Radioausstellung:

In den Räumlichkeiten der Ortheimatpflege stellte Werner Wussow etwa 60 Radios bzw. Rundfunk - empfänger aus den Anfängen der Rundfunktechnik bis Anfang der Sechziger Jahre. Seine ausgestellten Exponate, nur ein winziger, ausgesuchter Teil von Röhrengeräten seiner umfangreichen Sammlung, zeigten einen Querschnitt der in früheren Jahren so wichtigen Nachrichten- und Unterhaltungsempfänger. Für den Normalbürger waren diese Geräte ein Stück Lebensqualität.

Alle Rundfunkempfänger waren mit Namen und genauer Beschreibung versehen. Außerdem konnte man ein Arsenal verschiedenster Röhren und anderer kleinster Ersatzteile bewundern. Eine Ausstellung von großer Vielfältigkeit lockten eine große Anzahl Besucher an. Aussteller Werner Wussow war doch sehr erstaunt über das zum Teil sehr fachkundige Publikum. Er wusste alle mit konkreten Antworten und Beschreibungen über seine lange Jahre gesammelten und zum Teil reparierten Ausstellungsstücke zufrieden zu stellen.

Zu sehen waren Detektoren der Fa. Nova und Schieren aus den 20er Jahren, Volksempfänger VE 301 der Fa. Mende und einer anderen Firma und ein DKE (Deutscher Kleinempfänger) aus den 30er Jahren.

Röhrenradios der Firmen Blaupunkt, Mende – Nord Mende, Stassfurth, Sachsenwerk, Siemens, Orion, Neckermann, Braun, Wobbe, Lorenz, Telefunken, Nobelgeräte von Akkord, Loewe, Noris, Phillips, Grundig, Kombin, Kreeft. Aus der ehemaligen DDR Sonneberg, VEB Dresden und viele andere der verschiedensten Jahre. Wussow dazu: „Fast jedes Radio hat seine eigene Geschichte, man könnte ein Buch darüber schreiben!“

 

Ein Paar Sätze zur Geschichte des Rundfunkempfängers:

Es begann mit dem Detektor (Gleichrichter für Hochfrequenzströme), dem Kristalldetektor in früheren Detektorempfangsgeräten. Später übernahmen Elektronenröhren diese Funktion, heute auch die Halbleiterddioden in den Rundfunkgeräten

Ab dem 29.10.1923 konnten die ersten Sendungen der „Berliner Radiostunde“ bzw. „Funkstunde“ mit dem Detektor empfangen werden, vorher diente dieser nur dem Militär.

Das deutsche Reich wurde in Sendebezirke gegliedert (Berlin, Leipzig, München, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Breslau, Königsberg und Münster (später Köln).

1926 wurden die regionalen Rundfunkgesellschaften in der Dachgesellschaft der Reichsrundfunk -gesellschaft zusammengeführt.

1932 verstaatlicht und nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 gleichgeschaltet.

In dieser Zeit kam auch der Volksempfänger auf dem Markt, ein in Form und Preis gleichgestaltetes, für den Normalbürger erschwingliches Rundfunkempfangsgerät.

Nach dem Krieg richteten die Besatzungsmächte in ihren Zonen nach dem Vorbild ihrer eigene Länder ein. Ab 1948 wurden diese regionale Anstalten in deutsche Anstalten öffentlich – rechtlichen Charakters ein. Die Rundfunkanstalten arbeiten zusammen in der 1950 gegründeten ARD (Arbeitsgemeinschaft für öffentliche – rechtliche Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland)

Werner Wussow war mit seiner Ausstellung sehr zufrieden (Vielleicht ergibt es sich, durch einen Besucher seine Sammlung zu erweitern), die Arbeitsgemeinschaft für Ortsheimatpflege ebenfalls. Das Ergebnis ermuntert dazu, in jedem Jahr den Bürgern eine Ausstellung mit einem neuen Thema anzubieten.

 

 

 

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