110 Jahre Freiwillige Feuerwehr Emmerke

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2012_0k Feuerwehrhaus
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  „Wasserscheu“ waren die über 500 Feuerwehrfrauen
und –Männer sowie Gäste, die zum Festumzug nach Emmerke gekommen waren, um das
110-jährigen Bestehen der Feuerwehr Emmerke mitzufeiern, ganz bestimmt nicht.


Bei strömenden Regen zog die bunte Festgemeinschaft -40 Gruppen- mit Festwagen der örtlichen Vereine und Verbände und donnernden Traktorengeräuschen durch die geschmückten Straßen. Ihr Marsch wurde durch viele beschirmte Zuschauer am Straßenrand mit Beifall belohnt. Leider musste zum Schutz der Musikinstrumente auf begleitende Marschmusik verzichtet werden, aber im Festzelt brachten dann der Musikzug Giesen, der Spielmannszug Sankt Hubert Borsum sowie der Musik- und Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Sorsum die Teilnehmer so in Stimmung, dass der Regen in Vergessenheit geriet.

 Ausgelassen feierten dann die Emmerker Retter mit ihren Gästen weiter, als zum Festabschluss der Feuerwehrmusikzug Dinklar mit Dirigent Dietmar Oelkers, stimmungsvoll den „Ton“ vorgab. Mit einem ökumenischen Gottesdienst war am Freitagabend das dreitägige Jubiläumsfest eröffnet. In der katholischen Sankt Martinus Kirche, ging Luise Zechnall, Prädikantin im Kirchenkreis, als pastorale Vertretung der evangelischen Sankt Johannes Kirche Groß Escherde, auf den ehrenamtlichen Einsatz der Retter ein. „Ihr Dienst ist immer mit Gott und den Menschen verbunden, auch wenn ihr engagierter Einsatz manchmal nicht erfolgreich ist“, so Zechnall. Luise Zechnall sprach hierbei Unfälle und Ereignisse an, wo auch die Helfer machtlos sind und sich „schreckliche Bilder“, nicht so einfach verdrängen lassen und einprägen. Mit einem persönlichen Beispiel machte sie deutlich, wie Menschen hinter der Feuerwehr stehen: „Wenn in unserem kleinen Ort die Sirenen heulten, hieß es immer, beten wir für die, die in Not geraten sind und für die, die zum Einsatz fahren“.

Für den katholischen Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Horst-Dieter Albes steht die Nächstenliebe als Grundwert an erster Stelle der Helfer, auch wenn die geschichtlichen und technischen Veränderungen in der 110-jährigen Geschichte der Wehr ihren Stellenwert haben. „Ihre ständige Bereitschaft ist für uns Bürger eine Ruhekissen“, so die Wertung und Anerkennung des Giesener Bürgermeisters Andreas Lücke, für die Aktiven der Wehr. Für den Verwaltungschef stehen Politik und Verwaltung in der Pflicht, alles daran zusetzen, auch wenn Feuerwehr-Ausstattung viel Geld kostet, dass die Ortsfeuerwehren der Gemeinde Giesen so auszustatten sind, dass sie den Anforderung der heutigen Zeit gerecht werden können“.

Ortsbürgermeister Josef-Theodor Möller sah in der 110-jährigen Geschichte einen unschätzbaren ehrenamtlichen Dienst für die Mitmenschen. Möller: „Das Wort Kameradschaft speziell für Feuerwehrleute hat eine hohe Bedeutung, da sie die Grundlage darstellt, sich bei Einsätzen unbedingt aufeinander verlassen zu können“. Besondere Anerkennung fand die vorhandene Jugendfeuerwehr als Garant für den Nachwuchs.

Ortsbrandmeister Godehard Helmsen ging im Detail nicht auf die 110-jährigen Geschichte der Wehr ein. Helmsen dankte den Arbeitgebern, namentlich benannte er seinen Arbeitgeber, für die häufig gewährten einsatz- und lehrgangsmäßigen Freistellungen während der Arbeitszeiten. Die Landtagsabgeordneten Ursula Ernst aus Algermissen und Markus Brinkmann aus Sarstedt stellten den ließen keinen Zweifel am besonderen Stellenwert der Feuerwehr für die Politik.

Anerkennende Worte fanden auch Brandschutzabschnittsleiter Friedhelm Ulrich aus Sarstedt und Gemeindebrandmeister Heinrich Helms aus Groß Förste. Gute Laune entwickelte sich bei der Seniorenveranstaltung des Ortsrates, mit Einlagen des Männerchores Sankt Martinus und Gesang und Tanz mit den Kindern der Kindertagesstätte Sankt Martin im Festzelt.

Text und Fotos: Michael Sinai                            

 

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