Soldatengräber

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Emmerke. Auf dem katholischen Friedhof an der Sankt Martinus Kirche erinnern Soldatengräber an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs. Auch in Emmerke hatte der Krieg seine Spuren hinterlassen. Die Grabstätte war mittlerweile in einem leidlich ungepflegten, fast verwilderten Zustand. Die Ortsheimatpflege hat diesen Ehrenplatz

auf dem Friedhof jetzt neu gestaltet und damit wieder zu einem würdigen Aussehen verholfen. Die Bitte der Mitglieder der Ortsheimatpflege an die Vereine, Verbände und Organisationen der Ortschaft sowie an den Ortsrat und die Gemeinde Giesen zur finanziellen Unterstützung blieb nicht ungehört.

In Anwesenheit von Kreisheimatpfleger Gerhard Schütte aus Algermissen, unterstrich Paul Dittrich als Sprecher der „Arbeitsgemeinschaft“ bei der kleinen Feierstunde, dass ein Überschuss von den Ausstellungen der Ortsheimatpflege, als Grundstock für das Projekt diente. Dittrich: „Dieser historische Platz sollte wieder in einen würdigen Zustand versetzt werden“. Mit einer Gedenktafel wird die Geschichte dieses Friedhofsteiles erläutert und dokumentiert. Paul Dittrich dankte namentlich der katholischen Pfarrgemeinde, dem Frauenbund, dem Sozialverband, der Kolpingsfamilie, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Männergesangverein Sankt Martinus, dem B.d.V. Ortsverband, dem Sportverein sowie zwei anonymen Spendern und der Gemeinde Giesen für die Spendengelder.

Besonders herausgestellt wurde die Unterstützung der Firmen Kernbach, Natursteinbetrieb aus Nordstemmen sowie der Firma Landschaftsbau Martin Gärtner aus Emmerke.

Der Subsidiar der Sankt Martinus Kirchengemeinde, Pfarrer i. Ruhe Horst-Dieter Albes, segnete die neugestaltete Grabstelle. Bürgermeister Andreas Lücke zur Neugestaltung: “Wenn eine solche Initiative gegründet wird, kann man als Gemeinde nur froh sein, dass sich so viele beteiligen, um das Vorhaben möglich zu machen. Die Geschichte ist für jede Gemeinde und jede Ortschaft wichtig um derer zu gedenken, die hier aufgrund des zweiten Weltkrieges zu Tode gekommen sind.“

Ortsbürgermeister Josef-Theodor Möller zitierte den Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer mit den Worten: „Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens und ihre Bedeutung als solche wird immer zunehmen“. Möller lobte Ortsheimatpfleger Wolfgang Greven und die Helfer für die Idee, diesen Ehrenfriedhof wieder herzurichten. „Der räumliche Zusammenhang des neugestalteten Soldatengrabes, das als Kriegerdenkmal 1925 geschaffene Ehrenmal an der Kirche sowie die Erinnerungsstelen an die Deutsche Einheit, seien Mahnmale der Erinnerung an Krieg, Vertreibung und Teilung unseres Landes. Nie wieder darf Krieg von deutschem Boden ausgehen“, sagte der Ortsbürgermeister. Text und Fotos: Michael Sinai

 

Ortsheimatpfleger Wolfgang Greven (siebter v. rechts), Paul Dittrich (achter v. rechts) sowie die Vorstände der geldspendenden Vereine,Verbände und Organisationen sowie der Gemeinde und des Ortsrates

 

Gedenktafel mit der Geschichte der Soldatengräber

 

Pfarrer i. Ruhe Horst-Dieter Albes

 

 

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